Im persönlichen Linkedin-Profil ist die Headline eines der Hauptbestandteile eines professionellen und erfolgreichen Profils. Aber was genau sollte man in einer Headline schreiben? In diesem Blogbeitrag zeige ich Dir 11 Varianten von Headlines und welche Vor-und Nachteile diese mit sich bringen

In einem Satz oder sogar nur in einem/wenigen Wörter zu formulieren, wer man ist – gar nicht so einfach. Die Headline ist der wichtigste Teil deines Profils. Das allererste, das Menschen auf Linkedin von Dir sehen ist Dein Name, wahrscheinlich dein Foto – und deine Headline. Der wichtige, erste Eindruck wird durch diese Bestandteile maßgeblich geprägt

Während Du beim Namen und beim Foto wenig Optimierungsmöglichkeiten hast – wir lassen einmal heiraten und Bildoptimierungsapps außen vor – kannst Du Deine Headline 100% frei gestalten und verändern, so oft Du magst.

Zweck der Linkedin Profil Headline

Für Dein virtuelles Gegenüber ist die Headline Teil des Relevanz-checks: Ist das eine Person, die für mich vertrauenswürdig, relevant und interessant ist? In Millisekunden  werden diese drei Checkboxen durchgegangen. Je mehr checks du hast, desto besser.

Wie sollen die 120 zur Verfügung stehenden Zeichen in Deiner Headline befüllt werden? Welche Inhalte sollen dich vertrauenswürdig, interessant und relevant darstellen?

1. Position/Funktion und Firma:
Im deutschsprachigen  Raum die gängigste Variante. Wir Deutschen sind halt effektiv, kein langes blabla…. Der Vorteil der Variante ist, jeder kann dich jobtechnisch direkt einordnen. Als  Nachteil wirkt, dass die Job/Firma Kombination oft nicht catchy ist, und somit den Effekt „interessant, relevant“ nicht ausreichend bedient.

2. Mehrwert-Kommunikation:
„Ich helfe X, um Y zu erreichen“. Schon eine Steigerung, gerade wenn Kundengewinnung irgendwie zum Job gehört.
Vorteil: Potentielle Kunden, die Dein Profil sehen, können damit bei jedem Kontakt mit deiner Vorteils-kommunikation in Berührung kommen.
Nachteil: Die Variante wird immer populärer und fällt weniger auf, in vielen Fällen ist Sie auch zu unkonkret, um damit zu punkten.

3. Relevanz und Autorität in Form von Schlagwörtern:
„Award-winning book Author“, „Linkedin Top Voices 2019“ „Nominiert für … “ und so weiter.
Vorteil: Einer der, wenn nicht die stärkste Form der Positionierung in der Headline als Experte und Autorität.
Nachteil: Kein Nachteil, solange man die richtige Mischung findet und nicht zu dick aufträgt.

4. Zitat:
Ein Zitat, eine Weisheit, welche die Lebensfilosofie oder Berufsethik wiederspiegelt. „Machen ist wie Wollen, nur Krasser“ schreibt mein Kollege Sascha zum Beispiel in seiner Headline.
Indem ich meine Philosophie und meine Werte durch ein Zitat ausdrücke, kann mein gegenüber mich besser einschätzen, ich kann Vertrauen schneller aufbauen. Wenn es ein nicht bekanntes, allgegenwärtiges Zitat, sondern für den Leser neu, wecke ich Interesse zu meiner Person.

5. Ein eigener schlauer, interessanter und gern ungewöhnlicher Satz: 
„Should have Played Quidditch for England“ steht bei einem sehr bekannten Linkedin-Coach. „Warum sollte er für England Quidditch spielen? Was ist Qudditch überhaupt?“ Zack, Interesse geweckt!
Sein Kollege Andy Foote: „The reason I’m not smiling?
I’ve seen too many awful LinkedIn profiles today.“
Vorteil: Man stolpert über diese Headlines und bleibt gedanklich unvermittelt stehen, erhält dadurch hohe Aufmerksamkeit.
Nachteil: Die eigene, limitierte Kreativität. Auf so einen guten Spruch muss man erst einmal kommen!

6. Motivation & Emotion:
„In love with inbound marketing since 2009”. Hier geht es um die persönliche Motivation oder auch um die Emotion, die man sehr persönlich und authentisch herüberbringen kann. Vorteil: Das eigene Thema wird gut kommuniziert, wenn man thematisch eng (Beispiel: E-Mobilität, Automation von Prozessen) sich positioniert. Nachteil: Kein Nachteil, wenn man sich auf ein Thema fokussiert. Ansonsten schränkt man sich ein.

7. Aktuelles:
Warum die Headline nicht nutzen, um Aktuelles zu kommunizieren? Gerade wenn man aktiver auf LinkedIn ist, regelmäßig im Austausch mit anderen Mitgliedern steht, bietet es sich doch an, darüber mitzuteilen, dass man z.B. bestimmte Events besuchen wird, Vorträge halten wird oder neue Mitarbeiter sucht.
Vorteil: Ideal, um dem eigenen Netzwerk und dem erweiterten Netzwerk (durch kommentieren von posts) aktuelle und konkrete (also nicht einfach “We´re hiring“ schreiben – ja wen denn?) Informationen auf subtile, nicht werbliche Art und Weise zukommen zu lassen.

8. Kombinationen:
Kombiniert verschiedene Ansätze mit einander. Z.B. Position & Firma mit Autorität oder Aktualität.“Country Manager DACH at X – Leiter Arbeitskreis BVDW Mobile Marketing“, oder „Country Manager I meet me at DMEXCO Stand 31.3, Halle 7“ und so Ähnlich.
Mit der Kombivariante kann man die Vorteile von Mehreren Ansätzen kombinieren, gerade bei spezielleren Ansätzen ist das sehr hilfreich.

Tipps zur Headline-Gestaltung

9. Zeichenerweiterung:
Für die Headline stehen 120 Zeichen bereit. Bearbeitet man jedoch über die mobile App (iOS) wird Linkedin plötzlich großzügig und erlaubt uns 200 Zeichen, also 80 Zeichen mehr!

10. Lokalisierung in weitere Sprachen:
Wenn Du auch wie ich Kontakte international und insbesondere im englischsprachigem Raum hat, kannst Du natürlich über die 2. Sprachvariante in der Fremdsprache eine andere Headline einsetzen als im Deutschen. Die Formulierung in der jeweiligen Zielsprache ist absolut empfehlenswert fürs aktive Netzwerken.

11. Bilder & Emojis:
Du kannst Bilder und Emojis in deiner Headline einsetzen.
Vorteil: Bilder fangen eher und schneller unsere Aufmerksamkeit als Wörter, sind somit sehr aufmerksamkeitsstark. Zudem kann man sich dadurch z.B. Zeichen sparen. Du bringst mit Emojis deine Botschaft neben der Sprach- auch auf der Bildebene rüber. Mehr Wahrnehmung = mehr Aufmerksamkeit.
Nachteil: Weiterhin ist in vielen Zielgruppen und Altersstrukturen der Einsatz von Emojis in Texten als unprofessionell angesehen.

Sicher gibt es noch weitere Ideen und Konzepte. Wenn Du noch eine Variante kennst oder noch eine Idee hast, freue ich mich über deine Rückmeldung, damit ich diesen Artikel erweitern kann.